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Ken Follett - Sturz der Titanen

Endlich fertig. An diesem Buch hänge ich schon seit ein paar Wochen, um ehrlich zu sein. Pünktlich zu meiner Deadline bin ich aber doch noch fertig geworden. 
Ich habe dieses Buch als Hörbuch konsumiert, was mir natürlich mal besser, mal schlechter ins Leben passt. Generell kann ich aber sagen, dass es eine schöne Beschäftigung während meiner Busfahrt nach Erlangen war. 
Normalerweise lese ich keine Romane, aber verschieden Gründe bewegten mich dazu, das Ganze doch in Angriff zu nehmen: es ist ein Bestseller, es beruht auf wahren Begebenheiten, erklärt mir den 1.Weltkrieg, ist eine schöne Abwechslung von all' meinen Sachbüchern und Biografien und es war kostenlos auf Spotify verfügbar (statt zum stattlichen Preis von 28 EUR). 
Über das Buch: 
Hier zu den Figuren.
Vor allem mit Ethel kann und will ich mich identifizieren. Am Anfang des Buches noch total unterwürfig, beginnt sie sich langsam alleine hoch zu kämpfen und wird zur Rebellionsführerin, die ein starkes Moralbewusstsein entwickelt und Menschen inspiriert.
Die anderen Frauencharaktere waren leider nicht sehr interessant. Viele wurden unabsichtlich geschwängert, verarscht und von ihren Männern verlassen oder gewaltsam durch den Krieg getrennt. Von einer eigenen Meinung war nicht viel zu hören, was aber für diese Zeit sicherlich auch nicht selbstverständlich war, geschweige denn zu erwarten war. 
Umso mehr freute ich mich, wenn es wieder um Ethel und ihrem Schicksal ging. Als sie von Earl Fitzherbert ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen. 
Die Beziehung, die Ethel zu ihrem kleinen Bruder Billy hegte, ist vergleichbar mit der Beziehung, die ich mit meiner Schwester teile, was ihr bei mir Sympathiepunkte einbrachte. Sie sind immer füreinander da, behandeln einander liebevoll und mit Respekt, akzeptieren die Entscheidung und kennen den jeweils anderen sehr gut. 
Meine Meinung zu dem ganzen Buch hat Jochen Lieber ganz gut vertreten.
Fiktives wirkt auf solche Weise real, das Reale gleichwohl nicht zweck- und zwanghaft fiktionalisiert. Unterhaltung und Unterrichtung der Leser stimmen bei Follett überein. Schönfärben, die Hauptaktivität des Trivialromans, ist seine Sache nicht, auch für die Menschenverachtung der Kriegsherrn und das Grauen der Materialschlachten findet sein so anonymer wie allwissender Erzähler eine angemessene, mithin realistische Sprache. - Jochen Hieber
Hier ein kurzer Trailer
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